Amazon verkauft mehr Ebooks als echte Bücher
Dienstag 20. Juli 2010 von Wolfgang
Amazon soll seit der Preissenkung des Kindle Mitte Juni die Verkäufe seines Ebook-Readers verdreifacht haben. Erstmals sollen auch die Verkäufe von Ebooks die Verkäufe von echten Büchern übertroffen haben. Laut Amazon wurden in den letzten drei Monaten für 100 verkaufte Bücher 143 Ebooks verkauft worden sein. Nur im letzen Monat kamen auf 100 verkaufte Bücher sogar 180 Ebooks.
Wenn man bedenkt, dass Amazon seit gut 15 Jahren Bücher verkauft und Ebooks erst seit 33 Monaten im Programm sind, so ist dies eine wirklich bemerkenswerte Entwicklung und unterstreicht den derzeitigen Ebook Trend. Meiner Meinung nach dürften in den USA die kräftigen Preisnachlässe bei Ebooks für diese Verkaufszahlen zumindest mitverantwortlich sein. In Deutschland unterscheiden sich ja leider die Preise von (aktuellen) Ebooks nicht sehr stark von den Preisen der gebundenen Bücher.
Update: die Angaben beziehen sich auf gebundene Bücher und nicht auf das gesamte Buchsortiment.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 20. Juli 2010 um 07:09 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.
Dienstag 20. Juli 2010 um 13:51
Dieser Beitrag ist falsch!
Bitte die Pressemeldung von Amazon nochmal lesen:
“for every 100 hardcover books Amazon.com has sold, it has sold 143 Kindle books”
Also auf Deutsch: “Auf 100 bei Amazon.com verkaufte Bücher als gebundene Ausgabe wurden 143 Exemplare als Kindle-Ausgabe verkauft.”
Über Amazon.com wurden also in den letzten drei Monaten mehr eBooks als gebundene Bücher verkauft.
Das mehr eBooks als gedruckte Bücher verkauft wurden ist also Unsinn. Schließlich gibt es auch noch Taschenbücher (Paperbacks).
Außerdem muss man wissen, dass in den USA gebundene Bücher nicht die gleiche Rolle wie in Deutschland spielen. Dort sind Taschenbuchausgaben noch mehr verbreitet. Auch das relativiert die Zahlen.
Richtig ist, dass Amazon.com eBooks weitaus günstiger als die Hardcover-Ausgabe verkauft.
Dienstag 20. Juli 2010 um 18:48
Hi Bernd,
danke für den Hinweis. Du hast natürlich Recht.
Die Buchpreisbindung in Deutschland ist sicherlich ein Grund dafür, dass hierzulande Ebooks noch nicht so einen großen Marktanteil haben wie in den USA. Ich kaufe mir eigentlich auch keine Ebooks, wenn ich die gedruckte Ausgabe für fast den selben Preis bekommen kann.
Viele Grüße,
Wolfgang