Amazons Kindle hat die Art zu Lesen verändert. Eine ganze Bibliothek jederzeit in deiner Tasche.
Was wird sich durch den Active Content auf dem Kindle verändern? Dieses Blog beschäftigt sich mit dieser Frage.
Es lässt sich sicher darüber streiten, ob die Displays von Tablet Computern wie dem iPad ideal zum lesen von Büchern sind. Ich persönlich bevorzuge ja die augenfreundlichen ePaper Displays, wie sie beispielsweise im Kindle und zahlreichen anderen eReadern verbaut sind.
Ein schönes Beispiel für ein gelungenes Buch, das ideal für einen Tablet Computer ist, ist Alice for iPad, eine interaktive Version von Alice im Wunderland. Ein wenig erinnert die App das Buch an die Popup-Bücher, die mich als Kind fasziniert haben.
Bei Kindle Apps denke ich zuerst an Spiele. Natürlich werden sich vor allem durch das Kindledisplay die Spiele stark von Spielen unterscheiden, die wir beispielsweise vom Mac, PC oder iPhone kennen. Ich sehe vor allem folgende Einschränkungen:
Hohe Reaktionszeit des Displays: dadurch wird es nicht möglich sein, Animationen darzustellen oder schnell auf Benutzereingaben zu reagieren.
Stark beschränkter Internettraffic: kein Multiplayer oder up-/downloaden von zusätzlichen Levels bzw. Highscores im großen Ramen (Stichwort: 100 kB Grenze).
Keine Farbdarstellung: schränkt natürlich die Gestaltung ein, empfinde ich aber nicht so wichtig wie die beiden anderen Punkte.
Das Display des Kindle bietet sich also für Anwendungen an, bei denen es nicht wichtig ist, dass die aktuelle Darstellung schnell geändert wird. In diesem Bereich fallen also rundenbasierte (Brett-)Spiele wie Dame oder Schach. Aber auch Quizspiele oder Knobeleien wie Sudoku sind definitiv machbar. Ich kann mir außerdem auch gut vorstellen, dass das Kindle für rundenbasiere Strategiespiele wie beispielsweise Battle Isle funktionieren könnte.
Ein letztes Genre, dass sich geradezu aufdrängt liegt in der Natur des Kindle begründet. Der Kindle ist ja ein elektronisches Buch, was liegt dann näher als interaktive Bücher zu veröffentlichen? Zum Beispiel eine Romanhandlung, in der der Leser ab und an eine Entscheidung treffen muss, die die weitere Handlung beeinflusst. Oder Rätsel, die man lösen muss, bevor man weiterlesen darf. Wenn man mit soetwas den Geschmack der Zielgruppe trifft, könnte das durchaus zu einem Revival der Textadventures führen.
Ich bin wirklich sehr gespannt, was uns da die nächsten Wochen erwartet, wenn nur endlich mal das KDK erscheint…